„GWA und Stadtverwaltung – Wie gestalten wir die Zusammenarbeit in der Praxis?“- Bericht vom AK GWA

01. April 2025 /

Am 26.03.2025 war es wieder soweit und der Arbeitskreis Gemeinwesenarbeit tagte zum ersten Mal in diesem Jahr. Dabei kamen wieder verschiedene Teilnehmer*innen aus ganz Niedersachsen zum Thema „GWA und Stadtverwaltung – Wie gestalten wir die Zusammenarbeit in der Praxis?“ zusammen. 

In der integrierten Kommunalentwicklung ist Gemeinwesenarbeit (GWA) eine wichtige Ressource. Auf die Fragen: Wie kann integrierte Kommunalentwicklung für die Ziele der GWA genutzt werden? Und wie wird GWA als Ressource für integrierte Kommunalentwicklung sichtbar? Gab es in diesem AK GWA eine Perspektive aus der Praxis der GWA. Anschließend daran wird sich der nächste AK GWA am 16.06.2025 mit der Perspektive von beispielhaften Kommunen zu diesem Thema beschäftigen.

Durch einen Blick in die Leipzig-Charta wurde der inhaltliche Einstieg in die integrierte Stadtentwicklung gegeben und die Sitzung eröffnet. Für die Arbeit von GWAler*innen ist diese entscheidend, denn diese stützt das integrierte Vorgehen. Auch in den Handlungsfeldern der Gemeinwesenarbeit lässt sich der integrierte sozialräumliche Ansatz als grundlegende Arbeitsweise von GWA/QM finden.

Nach diesem inhaltlichen Einstieg gaben zwei Quartiere einen Einblick aus der Praxis. Das erste Praxisbeispiel war Stadtfeld e.V. aus Hildesheim. Bei ihnen gibt es ein Tandem aus Sozial- und Stadtplanung. Ihre AG Verkehr brachten sie als gutes Beispiel mit. Die AG ist seit Jahren aktiv und hat im Rahmen eines Fests ein für sie wichtiges Thema adressiert. Dabei werden Politik und Ortsräte gezielt eingeladen und eingebunden. Auch werden Themen immer wieder im Stadtteilforum gesammelt und so über weitere Stationen in den Rat der Stadt Hildesheim eingebracht. nur in der gemeinsamen Entwicklung geht so was

Das zweite Praxisbeispiel Quartiersmanagement „Alt Laatzen verbindet sich“ kam aus Laatzen. Im Quartier war der Bedarf einen Spielplatz umzugestalten. In Kooperation mit einem Sozialkaufhaus wurde der Spielplatz mit Möbeln ausgestattet und die Kaffeetafel gedeckt. Dann wurden Politik, Verwaltung und Bewohner*innen an diese Tische geholt, um bei Kaffee und Kuchen über die Gestaltung zu sprechen. Es gilt aber nicht nur die Politik und Verwaltung vor Ort zu holen, sondern auch selbst in den Ausschüssen und ähnlichem aktiv zu sein. Die Arbeit vor Ort und die Ratssitzungen sollen für alle Beteiligten erlebbar gemacht werden. Hier gilt also ganz das Motto „die Leute aus den Büros holen“ und „die Bewohner*innen in die Ratssitzung“.

 

In Kleingruppen wurde die Arbeit zum Hauptthema des AK GWA zu drei Leitfragen vertieft. Folgend ein kleiner Einblick:

                         Wie kann Verwaltung von euch „genutzt werden“ um Ziele der GWA zu realisieren?

  • Bereitstellung von Ressourcen (finanziell & strukturell, Mitarbeitende, Infrastruktur, Räume, Wissen, Hilfe bei Antragstellung, Projektformulierung, etc.)

  • Stadtverwaltung kann Lösungswegen verkürzen und Kommunikation an die passenden Stellen ermöglichen

In welchen Bereichen und zu welchen Themen macht ihr das schon?

  • Einbindung vom FD Soziales. FD Gesundheit zum Thema „Impfungen“

  • Gemeinsame Feste

  • Stadtübergreifende Themen

Welche Erfahrungen habt ihr in der Zusammenarbeit mit Verwaltung gemacht?

  • Persönliche Kontakte sind wichtig

  • Verwaltung muss vor Ort eingeladen werden

  • Städtebauförderung bringt Verwaltungsbereiche leichter zusammen

  • Abhängig von Ebene der Verwaltung

 

Die Präsentation der Veranstaltung steht als Dateianhang oder unter diesem Link zur Verfügung. 

Mit Blick auf den nächsten AK GWA wurden schon einige Fragen in den Raum gestellt: Wie kann sich die GWA aufstellen, um die Verwaltung gut zu unterstützen? Wie waren die Anfänge, bei den Kommunen wo es gut läuft? Wie sieht die Zusammenarbeit konkret aus? – Dies und die Perspektive der Verwaltung erwarten uns im nächsten AK GWA.

Dateianhang: