Presseinformation: Armutsbekämpfung vor Ort - Selbstorganisation und Teilhabe stärken

18. Februar 2026 /

Gemeinsame Presseinformation
der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V.
und des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

„Armutsbekämpfung vor Ort – Selbstorganisation und Teilhabe stärken“

Veranstaltung in Hannover am 25. Februar

Die Fachtagung in Hannover zeigt im Kontext des Förderprogramms „Chancengleich in der Nachbarschaft“ auf, wie es in Niedersachsen um Armutsbekämpfung und mehr Chancengleichheit in benachteiligten Quartieren bestellt ist und wie es zukünftig weitergehen kann. Neben Grußworten des Niedersächsischen Ministers für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Andreas Philippi (SPD), werden zur Paneldiskussion die stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses, Swantje Schendel (Bündnis 90/Die Grünen), weitere Ausschussmitglieder von SPD und CDU, Vertretungen der Landesarmutskonferenz sowie der kommunalen Verwaltungsspitze und Expert*innen aus lokalen Initiativen erwartet.

Die Aussichten auf ein wirtschaftlich sicheres und gesundes Leben hängen in Niedersachsen stark davon ab, wo Menschen leben. In vielen Nachbarschaften gibt es erhebliche soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, die die Lebensqualität der Bewohner*innen beeinflussen. Das zu Ende Dezember ausgelaufene Förderprogramm „Chancengleich in der Nachbarschaft“ der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. unterstützte insgesamt 20 Projekte in Niedersachsen. Dafür wurden im Jahr 2025 vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung 450.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung von Kinderarmut durch Maßnahmen, die Bildung, gesunde Entwicklung und soziale Integration fördern. „Kinder sind unsere Zukunft“, betont Sozialminister Philippi. „Wir wollen ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe fördern, solidarische Strukturen stärken und so einen Beitrag dafür leisten, Kinderarmut zu bekämpfen. Durch die Vielzahl der ortsbezogenen und spezifischen Projekte des Förderprogramms können wir unseren Kindern Wege aufzeigen, ihre Zukunft mitzugestalten.“

Durch die Projekte sollten Menschen in benachteiligten Quartieren neue Möglichkeiten zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe erhalten. Eine erste Auswertung während der Laufzeit zeigte vielfältige Erfolge, darunter die Stärkung der sozialen Teilhabe von benachteiligten Familien und Kindern, die Förderung von Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsgefühl, sowie die finanzielle Entlastung armutsbetroffener Haushalte.

Auf der Veranstaltung gehen wir den Fragen nach: Was hat das Programm bewirkt? Wo bestehen nach wie vor Bedarfe? Aber auch: Was kommt nach dem Förderprogramm?
Dabei soll ein symbolischer Werkzeugkoffer Mittel für mehr Chancengleichheit bildlich darstellen. Jeder kennt Schraubenzieher, Hammer oder Holzleim und hier stehen sie z. B. für Selbstwirksamkeit, das Durchbrechen von Bildungshürden und den sozialen Kitt.

Weitere Details zur Veranstaltung:

In einem ersten Veranstaltungsteil am Vormittag werden die Ergebnisse des Förderprogramms auf Grundlage einer durchgeführten Evaluation sowie ausgewählter Projektbeispiele interaktiv vorgestellt. Diese werden gemeinsam mit Politiker*innen des Niedersächsischen Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, darunter dessen stellvertretende Vorsitzende, Swantje Schendel (Bündnis 90/Die Grünen), Marten Gäde (SPD), Thomas Uhlen (CDU), Laura Syska von der Landesarmutskonferenz, Samtgemeindebürgermeister Bersenbrück Michael Wernke sowie Jennifer Holzgreve (Leiterin Amt für Soziale Angelegenheiten Alfeld) und ein*e junge*r Engagierte*r vom SC Hainberg in Göttingen diskutiert. Die Teilnehmenden der Veranstaltung, insbesondere Hauptamtliche und Bewohner*innen aus unterschiedlichen Quartieren und Initiativen sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen aus der Praxis einzubringen und die Ergebnisse aktiv mitzudiskutieren.

Inhaltlich an den Vormittag anknüpfend, wird in einem zweiten Veranstaltungsteil am Nachmittag in Workshops der exklusive Austausch von Praktiker*innen untereinander ermöglicht.

Presse-Material:

In unserer digitalen Pressemappe finden Sie den vollständigen „Ersten Wirkungsbericht“ zum Förderprogramm Chancengleich in der Nachbarschaft, eine einseitige Zusammenfassung, das Veranstaltungsprogramm sowie später Fotos von der Veranstaltung: https://cloud.lag-nds.de/s/d7ZJDA9KFoL4Edy

Bei Fragen können Sie sich gerne an die LAG Soziale Brennpunkte e.V. (selbsthilfe-richtlinie@lag-nds.de, Svenja Jeschonnek 0151/28117062) wenden.