Gemeinsam Musik machen – Ukulele lernen im Stadtteilcafé
Handlungsfelder
Zielgruppe
Kontaktdaten
Projektbeschreibung
Das Projekt „Gemeinsam Musik machen – Ukulele lernen im Stadtteilcafé“ richtet sich an Bewohnerinnen und Bewohner eines benachteiligten Stadtteils und verfolgt das Ziel, niedrigschwellig kulturelle Teilhabe, soziale Begegnung und Selbstwirksamkeit zu fördern.
Bis zu zehn Teilnehmende erhalten die Möglichkeit, im Rahmen eines offenen Stadtteilcafé-Angebots das Musikinstrument Ukulele zu erlernen. Das Angebot findet zweimal monatlich für jeweils zwei Stunden statt und läuft bis zum Ende des Jahres. Die Treffen sind bewusst niedrigschwellig gestaltet: Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist freiwillig und kostenfrei, und ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Geleitet wird das Projekt von einem qualifizierten Ukulele-Lehrer, der die Teilnehmenden praxisnah und gruppenorientiert an das Instrument heranführt. Neben musikalischen Grundlagen steht insbesondere das gemeinsame Musizieren im Vordergrund, wodurch Gemeinschaftserlebnisse geschaffen und soziale Kontakte gestärkt werden. Das Projekt ist bewusst niedrigschwellig konzipiert. Die Teilnahme ist kostenfrei, ohne Anmeldung und ohne Vorkenntnisse möglich. Durch die Einbettung in das bestehende Stadtteilcafé wird ein vertrauter und leicht zugänglicher Ort genutzt, der insbesondere von Menschen erreicht wird, die von klassischen Bildungs- oder Kulturangeboten häufig ausgeschlossen sind. Das Projekt ist im Stadtteil verankert und stärkt bestehende soziale Strukturen. Durch die Anbindung an das Stadtteilcafé werden Begegnung und Austausch gefördert. Gemeinsames Musizieren wirkt verbindend und kann zur Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts beitragen. Perspektivisch sind kleine Auftritte im Quartier denkbar, die das Projekt sichtbar machen und weitere Bewohnerinnen und Bewohner einbeziehen.
In vielen benachteiligten Stadtteilen sind die Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe und zur aktiven Freizeitgestaltung eingeschränkt. Finanzielle Hürden, fehlende Zugänge zu Bildungsangeboten sowie soziale Isolation führen dazu, dass insbesondere niedrigschwellige, gemeinschaftsorientierte Angebote im Alltag vieler Bewohner*innen kaum vorhanden sind oder nicht genutzt werden. Gleichzeitig besteht ein hoher Bedarf an Begegnungsräumen, die den Austausch fördern, soziale Kontakte ermöglichen und das Gemeinschaftsgefühl im Quartier stärken. Das Stadtteilcafé stellt bereits einen solchen zentralen Treffpunkt dar, wird jedoch bislang vor allem für informelle Begegnungen genutzt. Es fehlt an strukturierten, aktivierenden Angeboten, die über den reinen Aufenthalt hinausgehen und Menschen dazu ermutigen, eigene Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Gerade kreative und musikalische Aktivitäten bieten hier ein großes Potenzial, da sie unabhängig von Sprache, Herkunft oder Bildungsstand zugänglich sind und gemeinschaftsstiftend wirken.
Vor diesem Hintergrund setzt das Projekt an, indem es ein niedrigschwelliges Musikangebot schafft, das gezielt soziale Teilhabe fördert und neue Zugänge zu kultureller Bildung eröffnet. Durch die Verbindung von Lernen, kreativem Ausdruck und gemeinschaftlichem Erleben wird ein Rahmen geschaffen, in dem Teilnehmende Selbstwirksamkeit erfahren und aktiv in das soziale Leben im Stadtteil eingebunden werden können.
