Wir im Süden - Die Südstadt hilft sich selbst

Wir im Süden - Die Südstadt hilft sich selbst
Die Bewohner der Südstadt helfen sich selbst und anderen!

Kontaktdaten

Paritätischer, Kreisverband Hameln-Pyrmont
Kaiserstraße 80
31785 Hameln
Telefonnummer: 
05151-576115
Projektbeschreibung

Das Leben in der Südstadt soll durch dieses Projekt wieder bunter, vielfältiger und harmonischer gestaltet werden.

Die verschiedenen Kulturen und Generation der Südstadt äußern in einer Bewohnerbefragung den Wunsch nach einem angenehmeren Wohnumfeld. Über 40% der Bewohner haben einen Migrationshintergrund und über 25 % der Bewohner sind älter als 60 Jahre. Über diese großen interkulturellen, als auch soziallen Unterschiede sollen die Bewohner sich austauschen und darüber Ihr Wohnumfeld wieder liebenswerter und lebenswerter gestallten.

Hier für soll ein Mitarbeiter beim Antragsteller aufsuchende und koordinierende Arbeit im Quartier leisten.
Der Antragsteller wird weiteres Personal, aus der Migrationsberatung, der Wohnumfeldberatung, dem Senioren- und Pflegestützpunkt, der Freiwilligen Agentur und der Selbsthilfekontaktstelle in diesem Projekt mit zum Einsatz bringen um die Südstadt wieder zu einem lebenswerteren Wohnumfeld zu gestallten.

Nachdem in den vergangenen Jahren ein Raum zur Umsetzung der Wünsche durch Stadt, Land und die Akteuer des Quartiers geschaffen wurde, gilt es jetzt die Bewohner selbst zu erreichen, Ihre Wünsche ernst zu nehmen und sie durch Impulse zu aktivieren, Ihr Lebensumfeld selbst zu gestalten. Die Bewohner sollen durch kulturelle Angebote, Information über Unterstützung, selbsthilfeakivierende Methoden, ihr Engagement einbringend, Rat erhalten und dadurch, die Südstadt bunter gestalten, Nachbarschaft aktiv leben und sich gegenseitig unterstützen.

Das Ziel ist es den vorhandenen Ort der Begegnung, das "KAiSERS-Der Treffpunkt in der Südstadt" als Kommunikationszentrum zu beleben.

KAISERS steht für K-ultur / A-ustausch / I-ntegration / S-elbsthilfe / E-hrenamt / R-at / S-üdstadt.
Folgende Ziele sind für das Projekt handlungsweisend:
Kultur: Sowohl Angebote aus der Bewohnerschaft, als auch organisierte kulturelle Veranstaltung finden statt!
Austausch: Regelmäßig Gesprächskreise finden statt und informelle Gruppen treffen sich!
Integration: Gegenseitiges einladen, aufeinander zugehen, gemeinsames kochen, miteinader reden, zusammen feiern!
Selbsthilfe: Ein Tag der Südstadt ist etabliert, Selbsthilfegruppen bilden sich!
Ehrenamt: Ehrenamtlich setzen die Bewohner Aktionen um und egagieren sich für Ihre Nachbarn!
Rat: Migrationsberatung, Wohnumfeldberatung, Freiwilligen Agentur, Senioren und Pflegestützpunkt Niedersachsen, Selbsthilfekontaktstelle bieten Beratung in der Südstadt an!
Südstadt: Das Leben in der Südstadt soll durch einen starken Gemeinschaftssinn und Solidarität geprägt und wach sein.

Die aktuellen Entwicklung, der umsichtigen Umgangsweise mit seinen Nachbarn, aus der Coronakrise als Stärke zu begreifen und in die Zukunft übertragen ist ein übergeordnetes Ziel dieses Projektes.
In den ersten Monaten steht die gemeinsame vertiefte Projektschärfung und weitere Projektzielentwicklung mit allen Beteiligten.


Ergänzung Kurzbeschreibung Projektjahr 2021:

Das erste Projektjahr beschränkte sich auf die letzten beiden Monate des Jahres 2020, in dem die Projektschärfung und weitere Projektzielentwicklung im Vordergrund stand. Die Verfolgung dieser entwickelten Ziele steht für 2021 im Fokus und wird manifestiert.

 

Die Stadt Hameln hat, unterstützt durch das Land Niedersachsen, eine Projekt zur Stadtentwicklung in der Südstadt initiert. Im Rahmen des Projektes wurde zu Beginn des Jahres 2018 eine aktivierende Bewohnerbefragung in der Südstadt durchgeführt. Diese Befragung lieferte interessante Wünsche und Bedarfe der Bewohnerschaft in der Südstadt zu Tage. Eine drastische Beschreibung zur Situation formulierte ein Bewohner mit den Worten:

"Ich mag nicht mehr, ich möchte wegziehen aufs Land"

Die Ergebnisse der Umfrage mündeten in ein integriertes Handlungskonzept das in den Folgejahren sukzessive umgesetzt werden soll. Zunächst lag ein Schwerpunkt in der Schaffung von Orten der Begegnung. Somit wurde im Jahr 2019 mit der Einrichtung des Treffpunktes in der Südstadt - KAISERS, zunächst ein zentrales Vorhaben umgesetzt. Wobei der Namen KAISERS die Arbeitsschwerpunkte für die Südstadt bereits beinhaltet: KulturAustauschInklusionSelbsthilfeEhrenamtRat in der Südstadt!

Der Treffpunkt befindet sich zentral im Stadtteil zwischen Kaiser- und Königsstraße und kann von beiden Straßen, die eine zentrale Achse durch das Quartier bilden, erreicht werden.

Die Südstadt zeichnet sich durch eine hohe Wohndichte und damit einhergehend durch mangelnde Freiflächen aus. Die Bevölkerungs­struktur ist als heterogen zu bezeichnen. Über 40% der hier lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund. Ca. 6300 Menschen leben in der Südstadt, davon sind 1000 Kinder im Alter 0 bis 14 Jahren und ca. 1500 Menschen mit einem Alter über 60 Jahren. Das sind ca. 25 % der Bewohner in der Südstadt.

Die soziale und kulturelle Heterogenität der Bewohner macht die Förderung eines interkulturellem Austausch und des Miteinanders zwingend notwendig. Das haben die Bewohner für sich bereits erkannt und als Antwort während der Umfrage im Jahr 2018 zum Ausdruck gebracht. Ebenso wurde angemerkt, dass insgesamt zu wenig miteinander geredet würde. Es erfolgten Aussagen wie, "Früher Idylle pur, heute Katastrophe".
Ebenso wurde angemerkt, dass insgesamt weniger Wertschätzung dem entgegengebracht würde, was vorhanden ist. Das führte zu mehr Müllbergen, nicht entsorgtem Sperrmüll, mehr Alkohol und Drogen im öffentlichen Räumen und höherer Agressivität. Die Verkehrsinseln in der Königsstraße haben früher die Anwohner selbst gepflegt, das aber wegen Müll und Hundekot aufgegeben.
Die Bewohner selbst formulierten aber auch bereits Lösungsansätze, beispielhaft sollen jüngere von ältere Menschen lernen. Der Wunsch nach einer Mischung der verschiedenen Kulturen wurde ebenso benannt, wie eine Art Schiedsrichter, zur Deeskalation auf Augenhöhe.

Durch den hohen Anteil an über 60 Jähringen entsteht eine drastische Vereinsamung im Statdteil. Der Beratungs- und Unterstützungsbedarf dieser Menschen ist hoch. Auch das wurde bereits durch die Bewohner selbst während der Umfrage im Jahr 2018 benannt. Der Wunsch nach einem Begegnungsort für Seniorinnen und Senioren, zum Austausch und zur Beratung bei Sorgen im Alter, wurde klar geäußert. Bedenklich ist ebenfalls das von den Befragten gesagt wurde, dass der Respekt den Älteren gegenüber nachgelassen habe.

Die vorgenannten Absätze beschreiben damit das Handlungsfeld 5, des integrierten Handlungskonzeptes für die Südstadt, "Integration fördern".

Aktuell gestaltet sich das Leben in der Südstadt nach einer Umfrage unter Bewohnern im Jahr 2018 als nicht sehr lebenswert. Alkohol- und Drogenkonsum im öffentlichen Raum, Müll, Verwahrlosung, Lärmbelastung durch nicht einhalten von Verkehrsregeln und insgesamt wenig Achtsamkeit für das Umfeld und die Mitbewohner prägen den Alltag.


Ergänzung Ausgangslage Projektjahr 2021

Die Ausgangslage für das Projektjahr 2021 hat sich auf Grund des späten Projektbeginns im November des Jahres 2020 nicht verändert und gilt uneingeschränkt weiter.

 

Das Konzept ist geschärft und weitere Ziele sind definiert

Ein ausgearbeitetes Konzept mit Projektzielen für die kommenden zwölf Monate liegt vor

Die Ideenfindung und Weiterentwicklung des Konzeptes mit der LAG-Niedersachsen, der Quartiersentwicklung der Stadt Hameln und Bewohnern hat stattgefunden

Die Bewohner helfen sich selbst und gegenseitig

Die Bewohner sind darüber informiert, dass und wo sie Hilfe zur Selbsthilfe erhalten

=> Drei Presseartikel sind veröffentlicht => An alle Haushalte in der Südstadt sind Flyer, mit bitte um Rückmeldung, verteilt. Die Fragestellung lautet. Wo liegen Ihre Interessen, Bedürfnisse, Fragen und Probleme im Lebensalltag in der Südstadt? => Zwei moderierte Gesprächsrunden zur Auswertung der Umfrage haben stattgefunden

Die Bewohner der Südstadt leben Kultur

Der interkulturelle Austausch ist gefördert

Eine Landkarte der "Kulturen der Südstadt" ist erstellt KAISERTalk „Anders ist gut, man muss es nur verstehen“ – zwei Gesprächsrunden über kulturelle Unterschiede und Erwartungen sind durchgeführt KAISERSchmarren Die Bewohner der Südstadt bekochen sich nach vorher festgelegten Themen gegenseitig
Landkarte der "Kulturen der Südstadt" ist erstellt
Stadttyp: 
Mittelstadt (20.000 - 100.000 Einwohner)
Einwohnerzahl des Projektgebietes: 
6300
Quelle / Anmerkungen: 
Stadtentwicklung Hameln
Abgrenzung des Projektgebietes: 
Südstadt Hameln
Projektgebiet geprägt durch: 
Hohe Einwohnerdichte, Wenig attraktives Wohnumfeld, Fehlende Sicherheit im öffentlichen Raum, Starke und übermäßig schnelle Veränderung der Bewohnerstruktur
Merkmale des Projektgebietes: 

Ausländische Bewohner/innen Replicated Replicated

Anmerkung: 
Sonstige = Anteil Personen mit Migrationshintergrund in Niedersachsen Quelle: Integrationsbericht Stadt Hameln 2018

Anteil der älteren Bewohner/innen (ab 60 Jahre) Replicated Replicated

Anmerkung: 
Sonstige = Niedersachsen Quelle: Statistische Daten / Schriften zur Stadtentwicklung Hameln, Dez. 2019

Anteil Kinder (bis 14 Jahre) Replicated Replicated

Anmerkung: 
Sonstige = Anteil Kinder bis 14 Jahren in Niedersachsen Quelle: Statistischen Daten / Schriften zur Stadtentwicklung Hameln, Dez. 2019
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